Konfliktklärung – die Klärungsbrücke

Konfliktklärung – die Klärungsbrücke

Klicken Sie jetzt bitte auf die grünen Überschriften für weitere Informationen:

1 Die Auftragsklärung

In einem ersten Telefonat besprechen wir ihr Anliegen. Ich werde Ihnen einige Fragen stellen, um zu verstehen:

  • Wie alles so gekommen ist, wie es jetzt ist?
  • Wie viele Menschen am Konflikt beteiligt sind?
  • Was Sie bislang schon unternommen haben und mit welchem Erfolg?
  • Warum Sie gerade jetzt an rufen?

Ziel dieses Vorgespräches ist es, Sie zu beraten, ob die Klärungshilfe die richtige Methode für Ihr Anliegen ist und herauszufinden, ob wir zusammenarbeiten wollen.

Das Gespräch ist für Sie kostenlos.

2 Die Anfangsphase

Alle am Konflikt Beteiligten sind zusammengekommen und klären in einem ersten Schritt, welche Einstellung sie der Konfliktklärung gegenüber haben. Welche Befürchtungen sie beschäftigen und welche Bedingungen sie brauchen, um sich auf die Konfliktklärung einlassen zu können. Der Klärungshelfer definiert sein Rolle und macht deutlich, dass er nicht als Richter fungiert sondern allparteilich den Prozess der Konfliktklärung unterstützen wird.

Ziel der Anfangsphase ist es, gute Ausgangsvorrausetzungen und Arbeitsbedingungen für die Konfliktklärung zu schaffen.

3 Die Selbstklärungsphase

Alle Teilnehmer der Konfliktklärung haben nun die Möglichkeit in Ruhe und ohne dass sie wie meist üblich unterbrochen werden, ihre Sicht der Situation des Konflikts darzustellen. Wie läuft unsere Zusammenarbeit? Wie ist unser Arbeitsklima? Wie kommunizieren wir miteinander? Wie zufrieden sind wir mit dem Führungsstil? Was sind unsere größten Schwierigkeiten?

Ziel der Selbstklärungsphase ist es, die Sicht aller Beteiligten kennen zu lernen und einen Überblick zu bekommen, welche zwischenmenschlichen Störungen es gibt und welche anderen Themen, eine Zusammenarbeit schwierig machen.

4 Der Dialog

Der Dialog ist das "Herzstück der Klärung". Er nimmt in der Regel 50% der gesamten Zeit ein. Es handelt sich um einen verlangsamten Streitdialog zwischen den jeweiligen Konfliktparteien. Die Aufgabe des Klärungshelfers ist dabei, die Einhaltung vereinbarter "Gesprächsregeln" zu gewährleisten und zu helfen das Gespräch zu vertiefen, um so zu einem gegenseitigen Verständnis zu gelangen.

Ziel des Dialogs ist es, möglichst klar, direkt und ehrlich die geschehenen Gefühle, Verletzungen, Kränkungen zwischen den Beteiligten anzusprechen, um dadurch die gegenwärtige zwischenmenschliche Situation zu klären.

5 Die Lösungsphase

Ist in der Dialogphase ehrlich das Wesentlichste angesprochen und sind die Beziehungen untereinander durch "Wahrheit zur Klarheit" gekommen, werden in der Lösungsphase oft recht schnell und umkompliziert konstruktive Lösungen zusammen erarbeitet.

Ziel der Lösungsphase ist es, tragfähige konkrete Lösungen für eine zukünftige Zusammenarbeit zu entwickeln. Aufgabe des Klärungshelfers ist es in dieser Phase, "advocatus diaboli" zu sein und die entwickelten Lösungen auf ihre Realitätstauglichkeit hin zu überprüfen. Auch dokumentiert der Klärungshelfer die getroffenen Vereinbarungen, damit sie allen Beteiligten nach der Klärung schriftlich zur Verfügung stehen.

6 Der Abschluss

In dieser Phase wird noch einmal kurz Rückschau auf den Klärungsprozess gehalten: Muss noch etwas gesagt werden? Hat etwas gefehlt? Was nehmen die Beteiligten mit? Gibt es noch Anmerkungen zum Klärungshelfer?

Ziel der Abschlussphase ist es, gemeinsam einen guten Abschluss des Klärungsprozesses zu gestalten.

7 Die Nachsorge

Sie findet in der Regel 3-6 Monate nach der Klärung statt. Alle Beteiligten kommen wieder für eine paar Stunden zusammen, um ihre Zusammenarbeit ‚unter die Lupe‘ zu nehmen: Welche vereinbarten Lösungen konnten umgesetzt werden? Welche nicht? Welche aktuellen Punkte möchten wir besprechen?

Ziel der Nachsorge ist es, eine Kultur des offenen und ehrlichen Austauschs über zwischenmenschliche und sachliche Themen weiter zu fördern.